EB 14-079 – 14-143 | 29.07.2014 Schwere Unwetter in Wachtberg

Regenradar (Quelle: DWD)

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2014 kam es nach den Jahren 2010 und 2013 erneut zu schweren Unwettern über dem Wachtberger Gemeindegebiet, so dass gegen 22:30 Uhr für die Feuerwehr Wachtberg Vollalarm ausgelöst wurde. Durch das Unwetter liefen zahlreiche Keller voll. Ursache waren aufgrund der vorangegangenen Schwüle offen stehende Kellerfenster oder fehlende Rückstauklappen. Da die Kanäle die Wassermengen von ca. 50 Liter / qm nicht mehr aufnehmen konnten, waren auch einige Straßen zu reißenden Flüßen geworden. Durch Hangabflüssen wurden darüber hinaus Schlamm und Geröll auf die Straßen gespült. 

Schwerpunktgebiete waren zunächst Niederbachem, schnell kamen auch Einsatzstellen in Adendorf, Fritzdorf, Holzem, Villip, Villiprott, Klein-Villip und Pech dazu. Insgesamt arbeiteten die Wachtberger Einsatzkräfte bis 03:30 Uhr ca. 60 Einsatzstellen ab. Koordiniert wurden die Einsatzkräfte über Digitalfunk von der Leitstelle in Berkum. Es wurde Wasser aus Kellern gepumpt, Schlamm und Geröll mit schwerem Gerät entfernt und aufgestautes Treibgut entfernt. Einzelne Nachzügler wurden im Laufe des 30. Juli zwischen 06:30 und 11:45 Uhr abgearbeitet.

Die Lage am Mehlemer Bach bliebt überraschender Weise entspannt im Vergleich zu den Vorereignissen. Obwohl der Pegel in Niederbachem in der Spitze einen Wert von ca. 1,40 Meter erreichte, blieben die an dem Mehlemer Bach angrenzenden Grundstücke weitestgehend unbeschadet.

Personen kamen bei dem Unwetter nicht zu Schaden.

Regenradar (Quelle: DWD)

Quelle: DWD

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